Nutscracklers

Ich habe da eine Tüte neben meiner senseotiven Kaffeemischmaschine, die voller Walnüsse ist. Walnüsse aus dem einen Garten, wo im Sommer und in lauen Herbstnächten gegrillt oder den Sternen beim Kichern zugeguckt wird. Kenn‘ ich so vom Hörensagen. Gegrillt hab ich da aber auch schon.

Diese Tüte also, voller Nüsse, knistert beim Zugreifen. Ich entnehme ihr also exemplarisch zwei Vertreter ihrer Artgenossenschaft. Die Prototypen. Die Pioniere. Da die gemeine Gartennuss an sich ein ängstliches Leben führt (Eichhörnchen!), wird im Alter ihre harte Schale spröde. (Die Spannung hält nur so lange sie hängt am Baume und sich der Eiches Hörnchen groben Klaue fürchtet.) Presst man nun die eine an die andere, gibt die dümmere nach. Es knackt (it crackles). Die eine wird gegessen (oder weggeschmissen, wenn sie denn zu düster dreinblickt), die andere atmet auf.

Nun muss fortan immer nur eine Nuss nachgezogen werden, die dann, an die vorerst Dickköpfigere gepresst, dem Druck entweder nachgibt oder standhält. Eine blieb bisher immer übrig. Der Fall, dass beide bersten, ist bisher unbeobachtet.

Jetzt frag ich mich aber: wenn am Ende dann die stärkste aller Gartennüsse übrigbleibt, was mache ich dann mit ihr? Einen Orden verleihen? Ins Regal stellen? Mit dem Hammer draufhauen? Ich überlege noch…

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2 Kommentare

  1. Erst muß man der totalen Nussvernichtung beiwohnen und wenn man alles überstanden hat willst Du noch mit dem Hammer draufhauen?

    Ein weiterer Grund (nicht, dass es nicht schon genug gäbe) warum ich keine Nuss von Dir sein will.

    Grüße von Herrn Stein

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