Brief an den Landminenscheißer

Lieber George Obama,

ich finde es toll, dass Du und Dein Land gegen eine Ächtung von Landminen seid. Landminen sind mein allerliebstes Spielzeug. Erst letztens hab ich auf dem verlassenen Grundstück meines Nachbarn so ein Teil gefunden und dem Peter zum Spielen gegeben. Den haben sie dann leider ins Krankenhaus bringen müssen, da war was mit den Fingern an der rechten Hand, die sind ihm abgefallen. Und Fritz, der hält sich mittlerweile für was besonderes, weil er wieder zwei Beine hat. Ein normales und eines aus so einer Holzstange. Der war auch lange weg und sieht jetzt etwas blass aus und alle kümmern sich um ihn. Ich will auch, dass man sich so um mich sorgt. Bald ist ja Weihnachten! Könntest Du mir, lieber Obama, ein kleines Minenpaketchen zu Weihnachten schicken? Das wäre nett, sonst gehe ich dieses Jahr leer aus und alle Freunde lachen über mich. Der Achim mit der Augenklappe, die Lisa mit der Armprothese, und Johnny, dem seitdem das Lachen vergangen ist, weil er keinen Unterkiefer mehr hat. Ich will Dir als Gegenleistung auch meinen persönlichen Sicherheitstip mit auf die Tagesliste geben: wie wäre es, wenn Du um Dein schönes Land einfach einen Landminengürtel spannst? Da hätten alle was davon. Der Mexikaner würde endlich nicht mehr ganzteilig illegal einwandern, der Kubaner traute sich nicht mehr rüberzuschwimmen und der Kalifornier freute sich auf sicheres Surfen, weil es ja Landminen und keine Seeminen sind. Das wär doch toll, oder? Lass uns die Welt zu einem besseren Ort machen. „Mit Landminen in eine bombensichere Zukunft!“ Das wär doch auch was für ’ne Werbekampagne, oder?

Viele Grüße,
Dein Yonker

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