Athen, ein Résumé

Die EACL 2009 ist also zu Ende. Was die Konferenz angeht, war nichts Weltbewegendes dabei. Am wichtigsten war es mal wieder, mit alten Bekannten über die statistischen Vorzüge eines Ansatzes zu diskutieren. Und zwar nach Feierabend. In der Stadt. In den Bars. Mit einem leckeren Mythos.

Nachdem ich anfangs überhaupt nicht von diesem Moloch begeistert war, was insbesondere daran lag, dass unser Hotel in der Nähe von Omonia Square lag (Tipp: vor der Buchung ein wenig besser recherchieren), eine Gegend, die nachts jedoch umso spannender ist, ging es gegen Ende wesentlich besser und es liegt schon ein wenig Schwermut in der Luft, jetzt, wo ich am Flughafen diese Zeilen tippe. Aber der Mensch ist ein Gewöhnungstier, nach wenigen Tagen hat man sich soweit aklimatisiert, dass man auch am hellichten Tag ohne Schweissausbrüche die Odos Sofokleous entlangstreifen kann. Eine Straße, die Saab übrigens ausgewählt hatte, um eine Abkürzung zurück zum rechten Pfad (welchen wir aufgrund eines Metrostreikes in der Hektik eingeschlagen hatten) zu nehmen. Man sah den Leuten am Blick an, dass sich in diese Straßen Touristen eher weniger niemals aufhalten. Und die dachten echt alle, dass wir da sind, um Drogen zu kaufen. Oder lebende Tiere. Wofür auch immer. Wenn man nachts durch diese Gegend streift (was wir auch getestet hatten, weil die Metro nach Mitternacht eher in geschlossenem Zustand ist), trifft man nur Junkies, Prostitiuierte und Polizei in schwerer Montur, die immer am Rennen ist oder auf Motorrädern auf dem Bürgersteig um die Ecke gesaust kommt. Ich glaube, die waren (so wie wir) auf der „Flucht“. Das Viertel steht nämlich unter Kontrolle der Albaner. Und Pakistanis. Und Schwarzafrikanern. So richtig sicherer hatte man sich dann auch nicht gefühlt.

Anfangs ist das alles schlimm und das Herz hechtet immer einen kleinen Schritt voraus. Am Ende kann man darüber nur gemütlich grinsen. Die machen gar nichts, das sind alles nur arme Schweine da. Die sind ganz nett eigentlich. Und wollen meistens nur ihre Ruhe. Wer jetzt den falschen Eindruck bekommt: nach einer Woche Athen kann ich sagen, dass diese Stadt sehr sicher und sympathisch ist, da ist der Kaiserplatz in Aachen gefährlicher.

Da gleich geboardet wird (Lufthansa ist mal pünktlich), hier noch die Tipps für den nächsten Trip:

  • Kinky’s und der Rest drumherum (alternative Bars mit netten Leuten)
  • Monastiraki Platz (Treffpunkt mit leckeren Restaurants)
  • Metro (macht in jeder tollen Stadt Spaß)

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